Supermarkt: Karolina Josipovic, Muri AG

Ich bin froh, arbeite ich an der Front und konnte ich auch während des Lockdowns immer arbeiten. Es war spannend zu sehen, was in einer solchen Ausnahmesituation passiert und wie viele Lebensmittel tatsächlich aus dem Laden gehen, wenn zum Beispiel die Restaurants geschlossen sind. Die Warenmengen waren immens. Jedes Mal, wenn ich die gefüllten Einkaufswagen der Kundschaft gesehen habe, dachte ich mir, das kann ja unmöglich sein, dass das alles zu Hause gegessen wird. Ich habe mich auch gefragt, wieso man so viele Reserven braucht, wenn doch die Migros die Grundversorgung sicherstellt. Die Zeit während der strengsten Corona-Tage war sehr stressig. Aber im Team hat es super funktioniert, alle haben allen geholfen, sofern die Waremenge gereicht hat für diesen Tag. Wenn es darum ging, ob jemand ein bisschen länger bleiben konnte, war es für niemanden ein Problem, länger zu arbeiten. Es hat uns zusammengeschweisst: Wir konnten sehen, was man alles zusammen erreichen kann. Angst, dass ich mich im Supermarkt anstecken könnte, habe ich bis heute nicht.

Ich freue mich aber schon, wenn die Pandemie vorbei ist. Es wäre schön, wiedermal Freunde zu einem Grillabend zu treffen, einfach mal an den See gehen und oder in einen Club zum Abtanzen. Einfach wieder leben.