Homeoffice: Lars Menzi, 25, Kundendienst Klubschule Migros Aare

Seit dem ersten Lockdown arbeite ich grösstenteils im Homeoffice. Nachdem die Regeln und der Spielraum geklärt waren, habe ich gemerkt, dass ich gut auch zu Hause mit den Kunden telefonieren kann. Ich bin fast noch motivierter im Homeoffice und kann mich besser konzentrieren. Vor der Arbeit muss ich mich nicht durch den ÖV oder den Stau kämpfen und abends habe ich direkt Feierabend.

Zudem geniesse ich es, wenn ich selbst kochen kann. Meine Arbeitskolleginnen und -kollegen vermisse ich schon. Es ist umständlicher und komplizierter, sich auszutauschen, aber es funktioniert. Ich habe mich auch stark engagiert, um technische Lösungen zu finden fürs Umleiten der Telefone, weil wir mehrere Hauptnummern haben. Auch bei der Live-Videoberatung der Klubschule bin ich mit dabei. Das ist spannend. Besonders beeindruckt hat mich, wie schnell man das auf die Beine gestellt hat. Damit kein Homeoffice-Koller aufkommt, halte ich gewisse Routinen ein, wie Duschen nach dem Aufstehen oder anständig Anziehen.

Das hilft mir. Wir haben am Kundendienst genug zu tun. Es kommt aber in Wellen: Nach Bundesratsentscheiden erkundigen sich jeweils viele Leute, ob ihre Kurse stattfinden. Dennoch bin ich aktuell auf Kurzarbeit. Zum Glück bedeutet das im Moment keine finanzielle Einbusse, weil die Migros Aare dafür aufkommt. Wenn die strikten Homeoffice-Regeln vorbei sind, freue ich mich auf wieder mehr Leben im Büro und den Austausch mit meinen Arbeitskollegen. Ich hoffe aber, dass ich weiterhin teilweise im Homeoffice arbeiten kann.