Lehre: Simea Di Maria, 17, Migros-Restaurant Köniz

Weil das Restaurant während des ersten Lockdowns geschlossen war, konnte ich nur vereinzelt praktische Erfahrungen in der Küche sammeln. Einen Tag pro Woche hatte ich Zeit, um meine Prüfungsgerichte zu kochen. Sonst half ich im Supermarkt in Köniz aus und sah dort fast täglich die anderen Leute des Restaurant-Teams. Manchmal tauschten wir uns in der Pause aus. Im Supermarkt habe ich die netten Mitarbeitenden sehr geschätzt. In der Schule hatten wir das Thema Fleisch, und ich durfte in der Metzgerei helfen. So konnte ich einiges lernen. In meiner Klasse gab es Mitschüler, die nicht arbeiten können. Darum bin ich froh, dass ich überhaupt arbeiten konnte. An die happigen Arbeitszeiten im Supermarkt habe ich mich ziemlich schnell gewöhnt.

Ich vermisste aber mein Team und die Wärme der Öfen im Restaurant, obwohl ich das sonst eigentlich nicht mag. Im Oktober 2020 machte ich eine besondere Erfahrung: Während drei Wochen arbeitete ich bei Mirko Buri im Restaurant «Mein Küchenchef» und bekam so einen Einblick in eine andere Küche. Wir rüsteten zudem jede Woche mehrere Tonnen Tomaten für die Tomatensauce von Foodoo. Die Tomaten wären sonst in der Biogas-Anlage gelandet. In der Schule hatten wir während des ersten Lockdowns Fernunterricht. Wir bekamen Aufträge, die wir abgeben mussten. Zudem hatten wir zwei Mal am Tag eine kurze Videokonferenz. Nun ist das Restaurant immer noch zu, aber wir führen ein Take-away-Angebot. Wenn der Lockdown vorbei ist, freue ich mich darauf, die Kunden wieder zu sehen. Zudem wird es einfacher, wenn alles wieder planbarer wird.